Schuldensanierung: So kommen Sie mit einem Budgetplan vorwärts

Von Erlon Alves

Raus aus den Schulden: Das ist leichter gesagt als getan. Denn Schulden hat oft nicht, wer zu viel Geld ausgegeben hat, sondern wen eine Lebenskrise (Scheidung, gesundheitliche Probleme oder ein Jobverlust) unvermittelt getroffen hat. Wenn die Ausgaben die Einnahmen erst mal dauerhaft übersteigen, kann es nicht nur mit der Liquidität sehr schnell sehr eng werden – auch die Kontrolle über die unterschiedlichen Gläubiger entgleitet oft schneller, als einem lieb ist. Hier hilft – egal, ob Privatmensch oder Firma – meist nur noch eine vernünftige Strategie. Wir geben mit unserer Budgetberatung nun einen Überblick, wie man es zurück zu einem guten Cashflow und raus aus den Schulden schafft.

Wer erkannt hat, dass man bereits tief in der Schuldenfalle sitzt, hat schon einen wichtigen Schritt getan. Nun heisst es, besonnen aber schnell zu handeln. Zuerst sollte ein Stundungsbrief an alle Gläubiger verschickt werden. In diesem werden die Personen oder Firmen darum gebeten, für eine gewisse Zeit auf Inkasso-Massnahmen oder Betreibungen zu verzichten, bis die persönliche Situation wieder besser wird.

Ein Budgetplan hilft anschliessend, einen ersten Überblick über die finanzielle Misslage zu bekommen. Hier werden auf einer Plus- und einer Minus-Seite Einnahmen (Lohn) und Ausgaben (Miete, Krankenkasse, Mobilität, etc.) gegenübergestellt. Liegt das Budget im Plus? Sehr gut: Mit dem „Überschuss“ im Cashflow lassen sich Gläubiger befriedigen und der Schuldenberg schmilzt – vorausgesetzt, man hält sich strikt an die Rückzahlungen und häuft keine neuen Miesen an. Übersteigen die Ausgaben jedoch auch auf langfristige Sicht dauerhaft die Einnahmen, ist die Situation bereits brenzlig.

Nun gilt es, Positionen im Budget zu finden, die Sparpotenzial aufweisen. Hier kann es hilfreich sein, einzelne Kostenpunkte penibel aufzuteilen, beim Auto beispielsweise jeden Tank- oder Waschvorgang separat aufzuführen. So lassen sich schnell Bereiche finden, in denen man mit wenig Aufwand Geld sparen kann. Auch auf Luxusgüter wie einen Gigabyte-starken Handyvertrag oder das monatliche Abonnement beim Streaming-Anbieter der Wahl kann man ruhig eine gewisse Zeit verzichten. Ist das Minus in der Kostenstruktur grösser, kommt man jedoch nicht daran vorbei, weiter zu denken. Ein Wohnungswechsel oder ein Autoverkauf können schnell viel Geld sparen.

Ist die persönliche finanzielle Lage hinreichend analysiert, gilt es, ein Sanierungsbudget aufzustellen. Hier werden das gesetzlich fixierte Existenzminimum plus etwaige Steuern und Zusätze herangezogen. Aus dem übrigbleibenden Betrag wird dann eine Sanierungsrate berechnet, die mit den Gläubigern verhandelt werden muss – vor allem in Hinblick auf Dauer und Höhe der Rückzahlung.

Wer es dann schafft, mit diesem Budget alle Schulden zurückzuzahlen, ohne dabei neue anzuhäufen, ist auf einem guten Weg. Einmal schuldenfrei, sollten schleunigst Reserven für unerwartete Ausgaben (Schaden am Auto, schwere Krankheit, o.Ä.) gebildet werden – etwa in einer Grössenordnung von drei Netto-Monatsgehältern. Für die Zukunft bleibt dann nur noch, Kaufentscheidungen rational zu treffen und besonders teure Anschaffungen gut zu überdenken, vor allem bei Kostenfallen wie Leasing-Verträgen oder Krediten.

Ist selbst mit penibler Planung kein Land in Sicht, kann es helfen, eine Budgetberatung von professioneller Seite anzunehmen. Oft ist ein Blick von aussen rationaler und man kann Vernunftentscheidungen gemeinsam schneller treffen. Hier helfen zum Beispiel die Experten von Winxio mit einer perfekt auf den Einzelnen zugeschnittenen Budgetplanung.

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